Das kommt natürlich ganz darauf an, wie man Magie definiert ... aber ich finde was du sagst ist sehr einleuchtend. Dazu möchte ich kurz einen kleinen Abriss über Aikido beisteuern, dem ich ganz besonders zugeneigt bin (;
Aikidō gilt als friedfertige Kampfkunst. Der Aikidōka versucht in der Regel, den Angreifer nicht zu verletzen, sondern ihn in eine Situation zu führen, in der sich dieser beruhigen kann. Somit wird dem Angreifer die Chance gegeben, Einsicht zu erlangen und von einem weiteren Angriff abzusehen.
Mit fortschreitendem Training tritt jedoch die reine physikalische Kraft immer mehr in den Hintergrund und wird vielmehr durch Genauigkeit, Beweglichkeit und Zentriertsein ersetzt. Schließlich ist es der Fluss des Ki oder das Kokyū des Übenden, das den Gegner bewegt. Die Angriffsenergie wird im Gegensatz zu vielen anderen Kampfkünsten nicht geblockt, sondern so umgelenkt, dass der Verteidiger daraus einen Vorteil erlangt. Dabei werden im Wesentlichen zwei Prinzipien verwendet, irimi und tenkan. Irimi ist das Prinzip des „in den Angriff Eintretens und mit ihm Harmonisierens“, während man mit tenkan den Angriff mit einer Drehbewegung vorbeilässt und dabei mit ihm harmonisiert.
Das bringt es finde ich auf den Punkt (:
Manch einer ist sehr überrascht, dass man einem Angriff auch anders begegnen kann, weder defensiv, noch offensiv. Weder einsteckend, noch auf den Angreifer einschlagend. Aikido schult dieses Gefühl für die "andere" Kraft in uns sehr gut, finde ich, macht sensibel. Mich hat es sehr erhellt. (: